Kunstsalon, 2019

veröffentlicht am 15.6.19

Wie schon in den letzten Jahren ist der Anspruch ‘small and beautiful’— qualitätsvoll, eklektisch, selektiv, überraschend wie auch kontrastierend und spannungsvoll die Zusammenstellung. Seit nunmehr fünf Jahren stel-len die Wiener und Salzburger Galerien Wienerroither & Kohlbacher, Ruberl, Beck & Eggeling und Thomas Salis während der Festspielzeit eine kura-tierte Ausstellung in Form eines Kunstsalons in der Sala Terrena zusammen und begegnen damit den Aufführungen in der Hofstallgasse künstlerisch auf Augenhöhe. Alle Aussteller sind sehr erfahrene und ebenso anerkennte Experten ihres jeweiligen Gebietes, die seit Jahrzehnten auf einschlägi-gen Messen in Europa und Amerika ausstellen und sich im internationalen Kunsthandel einen Namen gemacht haben. 2019 wird es in der Sala Terrena neben den klassischen Positionen der einzel-nen Händler einen thematischen Schwerpunkt auf Arnulf Rainer geben, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen kontemplative monochrome Arbeiten und dynamisch gestische Werke aus den 1960er Jahren sowie eine Zusammenstellung von Übermalungen fotografischer Selbstdarstellungen, Face Farces und Body Poses, aus den 1970er Jahren. „Ich betrachte Kunst als etwas, das den Menschen erweitern soll …“ —Arnulf Rainer Wie auch in den letzten Jahren gestaltet der Kunstsalon wieder einen Skulpturengarten in Hof Dietrichsruh. Im ehemaligen Formalgarten der für-sterzbischöflichen Residenz werden dieses Jahr großformatige Skulpturen des österreichischen Bildhauers Hans Kupelwieser (*1948) präsentiert. Der Schüler von Bazon Brock und Peter Weibel hat Zeit seines Lebens mit Materialien experimentiert, sie verfremdet und mit dem Zufallsmoment gearbeitet. Seine Werke werden die historische Architektur des Renaissancehofs kontrastieren. Kupelwiesers Arbeiten sind, seit den 1980er Jahren in zahlreichen internatio-nalen Ausstellungen vertreten. Darüber hinaus hat der Bildhauer zahlreiche Kunstprojekte im öffentlichen Raum realisiert. Seine Objekte weisen mitunter Bezüge zur Architektur auf—eine spannende Position in dieser historischen Kulisse der barocken Altstadt.